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Vertragsärztliche Tätigkeit - Arzneimittelverordnung

Autor: Friederike Löser am 28.08.2014

Die MRSA-Eradikationstherapie kann seit 1. Mai 2014 im Rahmen der häuslichen Krankenpflege zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgen. Vertragsärzte verordnen dafür die neue Leistung "Durchführen der Sanierung von MRSA-Trägern mit gesicherter Diagnose" auf dem Vordruck zur häuslichen Krankenpflege (Muster 12).

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Häusliche Krankenpflege-Richtlinie entsprechend angepasst. Mit der neuen Leistung soll die ambulante Versorgung von MRSA-Patienten sichergestellt und weiter verbessert werden. Denn damit ist es jetzt möglich, dass Pflegekräfte die ärztliche Sanierung von Patienten mit einem Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) gemäß Verordnung unterstützen. Die Eradikationstherapie ist verordnungsfähig, wenn eine gesicherte MRSA-Diagnose vorliegt. Sie umfasst zum Beispiel Maßnahmen wie die Applikation einer antibakteriellen Nasensalbe sowie in Ausnahmefällen den täglichen Wechsel von Textilien und die tägliche Desinfektion von Gegenständen, die mit Haut oder Schleimhaut Kontakt haben.

Sind Patienten nach der Behandlung noch nicht keimfrei, kann der Vertragsarzt eine neue Erstverordnung ausstellen. Dazu eruiert er die Gründe, warum die Sanierung nicht erfolgreich war. Auch Krankenhausärzte können die neue Leistung unter bestimmten Voraussetzungen verordnen – damit soll eine nahtlose Versorgung der Patienten sichergestellt werden. . (vgl. Praxisinformation der KBV vom 15.05.2014)


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